Für den Neubau des Fabrikationsgebäudes wurde die Runge AG von der Bauherrschaft mit der Planung des gesamten Leitungsbaus beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem HLKS-Planer wurde die optimale Lösung zwischen den neuen Anschlusspunkten im Innenbereich und den bestehenden Leitungsführungen der jeweiligen Medien erarbeitet, für welche die Runge AG folgend das Bau- und Ausführungsprojekt erstellte.
Das im Untergeschoss anfallende Abwasser (Schmutz- und Industrieabwasser) wird punktuell gesammelt und über Hebeanlagen in die aussenliegende Ringleitung gepumpt, welche anschliessend gemeinsam mit dem anfallenden Abwasser aus dem Erd- und Obergeschoss in einer Freispiegelleitung an die bestehenden Anschlusspunkte übergeben wird.
Die Ringleitung besteht aus drei separaten, der jeweiligen Abwasserart entsprechenden Leitungssträngen. Das insgesamt rund 1'300 m lange Schmutzabwassersystem ist an den bestehenden Kanalisationsanschluss bei der Parzellengrenze angeschlossen. Das rund 900 m lange Leitungssystem für das Industrieabwasser wird vor der Übergabe an die Ringleitung jeweils an drei separaten Stellen über einen Fettabscheider geführt.
Vor der Einleitung in das Schmutzabwasser wird das gesamte Industrieabwasser qualitativ und quantitativ mittels Online-Messung aufgezeichnet und dokumentiert. Die Messeinrichtung befindet sich in einem unterirdischen Mehrkammerbecken, welcher bereits für eine allfällige Nachrüstung einer Behandlungsanlage ausgelegt ist.
Das anfallende Regenabwasser wird weitestgehend versickert; jenes aus befestigten Flächen wird ebenfalls über die aussenliegende Ringleitung in den angrenzenden Vorfluter eingeleitet. Die restlichen Werkleitungen (Trinkwasser, Gas, Elektrizität, Kommunikation und Fernwärme) wurden aus dem Bestand an die neuen Anschlusspunkte geführt.
Als grosse Herausforderungen gelten sowohl die horizontalen und vertikalen Linienführungen aller vorhandenen Medien, welche erschwerend um die neue Pfahlfundation geführt werden mussten, als auch die grossen Distanzen, die es unter Einhaltung der vorgegebenen Höhen zu bewältigen galt.
| Baujahr: | 2023 - 2025 |
|---|---|
| Werkleitungen: | Abwasser (Schmutz-, Regen- und Industriebabwasser), Trinkwasser, Gas, Elektrizität, Kommunikation und Fernwärme (integriertes Drittprojekt). |
| Besonderheiten: | Vertikale und horizontale Leitungsführungen, Mess- und Behandlungseinrichtung Abwasser |
| Bauherr: | Läderach AG, Bleiche 14, 8755 Ennenda |
| Leistungen Runge AG: | Projekt- und Bauleitung SIA Phasen 31–33, 41, 51–53 |
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